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Erste Hilfe ist keine Frage des Alters

DRK lädt Seniorinnen und Senioren zu Update ein

Umgang mit Verbandmaterial auch bei vermeintlich kleinen Verletzungen will geübt sein

„Erste Hilfe ist keine statische Größe, sondern wie alle Lebensbereiche einem Wandel unterworfen“ sagt Michael Swyter, Kreisverbandsarzt beim DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg. „Die Erste Hilfe wird nicht jährlich neu erfunden, ist glücklicherweise auch nicht irgendwelchen Trends unterworfen; die Grundregeln haben nach wie vor Bestand.“

Aber auch in der Notfallmedizin gibt es permanent neue Erkenntnisse, die Technik entwickelt ständig neue Hilfsmittel, das Gefahrenpotential ändert sich. Schließlich ändern sich die Menschen und sie ändern ihre Gewohnheiten. Sie werden älter, die Gefährdung durch Arbeits-, Sport-, Eventunfälle nimmt ab, die Gefahren durch altersbedingte Unfälle, zum Beispiel Stürze, und Erkrankungen nehmen zu. Es verändert sich nicht nur die Gefahrenstruktur, auch der „klassische“ Ersthelfer ist ein anderer geworden, nämlich durchschnittlich älter.

 Das bedeutet nicht, dass das Leben nun gefährlicher wird, lediglich die Umstände sind anders. Ältere Menschen sind aufgrund der Lebenserfahrung weniger risikobereit und daher weniger unfallgefährdet. Sie agieren gelassener, reagieren andererseits nicht mehr so rasch. Während eine mögliche Unfallgefährdung stärker berücksichtigt wird, nimmt hingegen das Reaktionsvermögen ab.

 Das Deutsche Rote Kreuz möchte die Menschen in der zweiten Lebenshälfte ermuntern, einmal wieder an einer Erste-Hilfe-Schulung teilzunehmen. Die Allermeisten haben - wenn überhaupt - lediglich vor vielen Jahren im Zusammenhang mit dem Führerscheinerwerb an einer „kleinen“ Schulung teilgenommen. „Radfahren oder Schwimmen verlernt man im Laufe des Lebens nicht, Erste-Hilfe-Kenntnisse jedoch sehr wohl“ betont Michael Swyter.

 So bietet das DRK abermals einen Lehrgang „Erste Hilfe 60+“ an. Die Unterrichtsinhalte werden auf 3 Tage mit jeweils 3 Stunden aufgeteilt und der tatsächliche Ablauf wird vom Interesse und von den Möglichkeiten der Teilnehmenden abhängig gemacht. Aufgrund der Abweichungen vom sonst üblichen und allgemein verbindlichen Unterrichtskonzept kann allerdings eine formelle Bescheinigung, zum Beispiel für den Führerscheinerwerb, nicht ausgefertigt werden.

Der Lehrgang findet jeweils mittwochs am 14., 21. und 28. Juni 2017 von 9 bis 12 Uhr im Rotkreuzzentrum Soest, Ferdinand-Gabriel-Weg 7 statt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro, bei Nachweis einer DRK-Fördermitgliedschaft 10 Euro.

 

 

Weitere Informationen unter 02943 871320 oder info@drk-hellweg.de

 

 

19. Mai 2017 14:49 Uhr. Alter: 187 Tage