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Weltrotkreuztag am 8. Mai

DRK betont Menschlichkeit

Die Rotkreuzflagge am Weltrotkreuztag auf dem Soester Rathaus

Gedenk- und Aktionstage gibt es viele; alle wollen sie ein bestimmtes Anliegen in den Focus der Menschen rücken. Der 8. Mai hebt sich signifikant aus der Vielzahl dieser Tage ab. Denn der Weltrotkreuztag hat nicht einen Teilaspekt zum Thema, sondern das Menschsein insgesamt.

 In Deutschland, ja in ganz Europa und auch darüber hinaus ist dieser Tag als „Tag der Befreiung“ im Bewusstsein. Aber bereits vorher - seit den 1920er Jahren - gab es den Gedanken, jährlich einen „Tag des Friedens“ zu begehen. Auslösendes Ereignis waren bewaffnete Auseinandersetzungen in der damaligen Tschechoslowakei. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit einer 3-tägigen Waffenruhe wurde 1938 auf der XVI. Internationalen Rotkreuzkonferenz in London dann beschlossen, alljährlich einen Tag als Initiative für den Frieden zu begehen. Infolge des 2. Weltkrieges kam es jedoch zunächst noch nicht zu einer Realisierung; so wurde erstmals im Jahre 1948 der „Weltrotkreuztag“ begangen. Als Datum wurde zu Ehren des Begründers des Roten Kreuzes und ersten Träger des Friedensnobelpreises, Henry Dunant, dessen Geburtstag, der 8. Mai, festgelegt. Seit 1984 heißt dieser Aktionstag formal „Weltrotkreuz- und Rothalbmondtag“. 

Seit nunmehr fast 70 Jahren möchte die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung auf der Basis der Grundsätze von Menschlichkeit in Verbindung mit Neutralität, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Universalität - in dieser Kombination einmalig auf der Erde - weltweit für ein besseres Miteinander unter den Menschen werben.

Aktuell zeigt das Weltgeschehen, dass die Menschheit von einem unfassenden und dauerhaften Frieden eher weiter entfernt ist als jemals zuvor. Trotz aller Behauptungen, Gutes und Richtiges zu wollen, werden viel zu häufig und bedenkenlos psychischer Druck und physische Gewalt als Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen eingesetzt und das mit steigender Tendenz. Politische, ethnische und religiöse Intoleranz sind häufig Anlässe für verbale Anfeindungen, wirtschaftliche Repressalien und militärische Auseinandersetzungen. Dem muss gegengesteuert werden.

Im Verbund mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz wollen die nationalen Rotkreuz- bzw. Rothalbmondgesellschaften den Stellenwert von Frieden und Menschlichkeit ins Bewusstsein rücken: allen Staatslenkern, Machthabern, Meinungsführern und Meinungsbildnern und überhaupt allen Menschen. Das kann und darf sich auch nicht auf nur einen Tag im Jahr beschränken, sondern ist vielmehr eine Permanentaufgabe. Ein gutes Miteinander beginnt im eigenen unmittelbaren sozialen Umfeld: In Gedanken, Worten und Taten. So wendet sich das Rote Kreuz an alle Menschen, sich aktiv einzusetzen für Frieden und Menschlichkeit. 

Eine Alternative dazu gibt es nicht!

 

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Anmerkung: Im Kreisverband Lippstadt-Hellweg wird das DRK getragen von ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern. Da der Gedenktag in diesem Jahr auf einen Werktag fällt, sind hier aufgrund der Personalsituation besondere Aktionen nicht geplant.

(Quelle: DRK KV LP/Hellweg, Öffentlichkeitsarbeit)

5. Mai 2017 02:10 Uhr. Alter: 201 Tage